Tipp des Monats

Rosengeranie

Pelargonium graveolens L’Hér.
Volksnamen: Duftgeranie, Duftpelargonie, Geranium, Geranie, Geranium terebinthinaceum Cav., Pelargonium roseum  

„Die ganze Natur ist eine Melodie,
in der eine tiefe Harmonie verborgen ist.“
(Johann Wolfgang von Göthe)


Bild: Pelargonium graveolens

Es gibt unzählige Pelargonienarten: Pelargonium graveolens, Pelargonium odoratissimum und Pelargonium x asperum sind die in der Aromatherapie bekanntesten.

Das ätherische Öl der Rosengeranie (P. graveolens) wird vor allem als so genanntes „Ausgleichsöl“ eingesetzt – also überall dort, wo Harmonie hergestellt werden soll. Besonders gute Erfahrungen gibt es bei Stresssymptomen, Hyperaktivität bei Kindern und klassischen Frauenleiden (PMS, Klimakteriumsbeschwerden, Amenorrhoe, Cellulite etc.) oder auch bei unerfülltem Kinderwunsch. In der Aromapflege wird es auch bei Pilzinfektionen (insbes. Mundsoor und Vaginalpilz – auch bei Kindern), Ödemen, Hämorrhoiden, erhöhten Blutzuckerwerten (Diabetes Typ II) und zur Dekubitisprophylaxe (vgl. Werner/Braunschweig, S. 178) eingesetzt. Seine mild hautpflegenden Eigenschaften werden in der Kosmetik und Parfumeriewarenerzeugung geschätzt. Des Weiteren haben Erfahrungen gezeigt, dass es ein wirksamer Insektenschutz (gegen Gelsen, Mücken und Läuse) ist – insbesondere auf Reisen in asiatischen Ländern.

Rosengeranienöl kann übrigens auch in der Aromaküche zum Aromatisieren von Kuchen, Marmeladen, Eiscremes bzw. Sorbets, Salatmarinaden und zum Aromatisieren von Zucker verwendet werden. Beachten Sie aber, dass es sich um hochkonzentrierte Wirkstoffkomplexe handelt, die nur in ganz starker Verdünnung ihr angenehmes Aroma in Speisen entfalten können. Dosiert man zu hoch, wird die Speise ungenießbar! Genaueres dazu erklärt Ihnen gerne ein/e ausgebildete Aromapraktiker/in.

Das ätherische Öl der „rauen“ Pelargonie (Pelargonium x asperum) wird in der Aromapflege wie das der Rosengeranie eingesetzt. Es duftet allerdings ein wenig feiner, wirkt antiviral (vgl. Werner/Braunschweig, S. 177) und stark auf das Nervensystem. Daher ist es für die Langzeitanwendung von Epileptikern und auch in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen!

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Die Auszüge aus der 3-jährigen Wurzel der Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides), auch Umckaloabo® genannt, wirken stark antibakteriell, antiviral und schleimlösend. Der Auszug ist in Kaloba® (Tropfen zum Einnehmen) enthalten, die bei Erkältungssymptomen – insbes. Bronchitis – aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden und bei unregelmäßigem weiblichem Zyklus empfohlen werden.

Studie u.a. mit Rosengeranienöl (Mai 2018)

In vitro comparison of three common essential oils mosquito repellents as inhibitors of the Ross River virus: Diese invitro-Studie von Ralambondrainy et. al. hat  gezeigt, dass ätherische Öle aus Rosengeranie, Lemongras und Vetiver aufgrund ihrer insektenabweisenden und antiviralen Wirkung eine gute Möglichkeit zur Abwehr von Arboviren darstellen, die von Insekten wie z.B. Moskitos oder Zecken übertragen werden. Mehr dazu hier…

Botanik, Gewinnung & Inhaltsstoffe

Die Rosengeranie ist botanisch gesehen keine Geranie sondern – wie der lateinische Name schon sagt – eine Pelargonie und gehört zur Pflanzenfamilie der Storchenschnabelgewächse (Geraniaceae). Sie ist in Südafrika beheimatet, wird aber bereits auch in Mittel- und Südeuropa kultiviert. Sie ist nicht frosthart. Zur Gewinnung des ätherischen Öls werden die Blätter (nicht Blüten) destilliert.


Bild: Pelargonium odoratissimum

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Rosengeranien-, Palmarosa- und Ylang Ylang-Öl werden von Fälschern gerne zum Strecken von Rosenöl verwendet, da diese rosenähnlich duften, aber wesentlich preisgünstiger sind.

Pelargonium graveolens-Öl enthält u.a. bis zu 60%% Monoterpenole (v.a. Citronellol und Geraniol) und etwa 15% Ester (v.a. Citronellylformiat. Pelargonium asperum hingegen besitzt einen wesentlich höheren Esteranteil (bis zu 30% – v.a. Geranylacetat) und bis zu 10% Monoterpenketone (v.a. Iso-Menthon).

Einsatzgebiete von ätherischem Rosengeranienöl

  • Akne
  • Angst
  • für mehr Ausgeglichenheit
  • Cellulite
  • Dehnungsstreifen (Striae)
  • Diabetes mellitus (Typ 2)
  • Disstress
  • Hämorrhoiden
  • Hormonschwankungen
  • Insektenschutz
  • Krampfadern
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ödeme
  • Pilzerkrankungen (u.a. Nagelpilz und Soor)
  • PMS
  • Stresssymptome
  • u.v.m

Wirkungen: hautpflegend, insektenabweisend, adstringierend, antibakteriell, antidiabetisch, antimykotisch, ausgleichend, lymphotonisch  u.v.m.

Kontraindikationen und Vorsichtsgebote

Grundsätzlich sind bei richtiger Anwendung keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt dennoch ist wie folgt Vorsicht geboten:

  • kann in Verbindung mit warmem Wasser bei empfindlichen Personen hautreizend sein
  • Hinweis: das ätherische Öl von Pelargonium asperum (Geranie Bourbon) ist in der Schwangerschaft, bei Epilepsie und bei Leberfunktionsschwäche nur unter fachlicher Aufsicht zu empfehlen


Bild: Pelargonium ssp.

Rezeptideen (gtt.=Tr.)

Raumbeduftung
Zur Erzeugung einer harmonischen Raumatmosphäre empfehle ich eine Mischung für die Duftlampe:
2 gtt. Weihrauch
2 gtt. Rosengeranie
2 gtt. Lavendel fein
6 gtt. Grapefruit

Massageöl „Riposo“ zur Entspannung
50 ml Jojoba
15 gtt. Mandarine rot
4 gtt. Eucalyptus staigeriana
5 gtt. Rosengeranie
1 gtt. Muskatellersalbei
5 gtt. Benzoe
Achtung: nicht unmittelbar vor Sonnenbädern und Solariumsbesuchen anwenden (erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut)

Fußmassageöl „Sonnenaufgang“
30 ml Jojoba
9 gtt. Orange süß oder Bergamotte
4 gtt. Rosengeranie
2 gtt. Rose persisch in Jojoba (10:90)
1 gtt. Lavendel
3 gtt. Benzoe
Achtung: nicht unmittelbar vor Sonnenbädern und Solariumsbesuchen anwenden (erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut)

Straffungsöl
50 ml Jojoba (oder 50ml Kaffeemazerat oder 25ml Jojoba + 25ml Centella asiatica-Mazerat)
8 gtt. Grapefruit
3 gtt. Kaffee CO2
4 gtt. Rosengeranie
3 gtt. Lemongrass
5 gtt. Zypresse
3 gtt. Cajeput
4 gtt. Wacholderbeere
Achtung: nicht unmittelbar vor Sonnenbädern und Solariumsbesuchen anwenden (erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut)

Insektenschutzspray
15 gtt. Rosengeranie
15 gtt. Lavendel
10 gtt. Eucalyputs globulus
6 gtt. Nelkenknospen
6 gtt. Pfefferminze
20 gtt. Eucalyptus citriodora oder Lemongras
30 ml Bioethanol 70%
70 ml Lavendel- und/oder Pfefferminzhydrolat
Hinweis
: zuerst die ätherischen Öle mit dem Alkohol mischen und dann das Hydrolat dazu geben; Glasflaschen mit Sprühaufsatz verwenden; vor Gebrauch immer gut schütteln; als Raum- und Bodyspray einsetzbar

Grundrezepte für Aromamischungen bzw. Aromaanwendungen finden Sie hier…

Begriffserklärungen:
>> Aromatherapie
>> Aromapflege
>> Phytotherapie

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Achten Sie bei der Herstellung der o.a. Kompositionen auf Ihre Rohstoffe: 100% naturreine ätherische Öle und native Pflanzenöle in höchster Qualität für die o.a. Rezepturen erhalten Sie beispielsweise hier…. Besonders beliebte feeling-Fertigprodukte mit Rosengeranie sind u.a. die Kompositionen Cleopatra und das Dankeschön-Set.

HALLO SÜSSE! – für das Yin in dir (mit Rosengeranienöl)

Diese aromuli eignen sich ganz besonders um das „weibliche Prinzip“ (Yin) zu würdigen: sie können dabei helfen sich besser an Situationen anzupassen, diese anzunehmen oder auch loszulassen und stehen für Zielerreichung durch Ausdauer, Kreativität und Beharrlichkeit (z.B. Verhandlungsgeschick und diplomatische Kommunikation). Außerdem sind sie perfekte Begleiter für Frauen im Klimakterium, bei unerfülltem Kinderwunsch sowie bei PMS. Mehr dazu finden Sie  hier…

aromuli

aromuli sind Bonbons in Form von Globuli, die mit 100% naturreinen ätherischen Pflanzenölen aromatisiert wurden. Sie können wie Bonbons genossen oder zum Würzen von Speisen und Getränken verwendet werden. Sie sind rein pflanzlich (also vegan) und werden in liebevoller Handarbeit in unserer Manufaktur für Sie hergestellt. Es gibt übrigens auch aromuli für Hunde und für Pferde (mit Bio-Saccharose statt Birkenzucker).

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Quellenangaben:

Bücher:

[KÄSER] KÄSER Heike: „Naturkosmetische Rohstoffe“ – 2. aktualisierte Auflage Verlag Freya, Linz, 2011
[KARNER] KARNER Ingrid, KRUPALIJA Tina: „Die Kraft der wertvollsten Pflanzenöle“ Kneipp-Verlag, Wien 2014
[KRIST] KRIST Sabine, BUCHBAUER Gerhard, KLAUSBERGER Carina: „Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle“ Springer-Verlag, Wien, 2008
[MARTINETZ] MARTINETZ Dieter, HARTWIG Roland: „Taschenbuch der Riechstoffe“ – 1. Auflage, Verlag Harri Deutsch, Thun und Frankfurt am Main, 1998
[WABNER] WABNER Dieter, BEIER Christiane: „Aromatherapie“ – 1. Auflage,  Elsevir GmbH, München, 2009
[WERNER] WERNER Monika, VON BRAUNSCHWEIG Ruth: „Praxis Aromatherapie“ Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2014
[ZIMMERMANN1] ZIMMERMANN Eliane: „Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe“ – 6. aktualisierte Auflage Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2018
[ZIMMERMANN2] ZIMMERMANN Eliane: Aromatherapie – Die Heilkraft ätherischer Pflanzenöle“ Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München, 2008

Internet:
[PUBMED] www.pubmed.com (Suchwort: pelargonium graveolens essential oil)
[APONET] https://www.aponet.de/

Die Autorin erhebt keinen Anspruch auf ausschließliche Wissenschaftlichkeit (vgl. Standesregeln für Humanenergetik). Die Angaben stellen Zusammenfassungen aus eigenen Erfahrungen,  Studienergebnissen und Informationen aus den genannten Quellen dar. Die auf der Website zusammengefassten Informationen können den Besuch beim Arzt, Apotheker, Therapeuten oder Lebens- und Sozialberater NICHT ersetzen. Eine Diagnose und individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden! Die ätherischen Öle können/sollen begleitend zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt werden, sofern die Vorsichtsgebote, die Kontraindikationen, die entsprechende Ölqualität (naturrein und kbA/bio) sowie die richtige Dosierung bzw. Anwendung eingehalten wird!